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Auto fahren für wenige Monate: Leasen oder Auto-Abo?

Julian 26.09.2021 4 Minuten Lesezeit

Hier erfährst du, welche Möglichkeiten du hast, wenn du für einen relativ kurzen Zeitraum Auto fahren willst, ohne dass deine Kosten explodieren. Jeder Weg hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Es kann vorkommen, dass du ein Auto für wenige Monate benötigst, zum Beispiel für einen vorübergehenden Arbeitseinsatz an einem anderen Ort. Dann lohnt es sich nicht ein Auto zu kaufen. Aber auch ein Mietwagen wird wahrscheinlich viel zu teuer.

Auto-Abo

Ein Auto-Abo, auch Auto-Flatrate genannt, ist ein Pauschaltarif für Automobile mit einer monatlichen Gebühr. Eigentümer und Halter des Fahrzeugs bleibt der Anbieter, der somit auch einen Großteil der Risiken trägt. Die monatliche Gebühr ist bei einem Auto-Abo etwas teurer als eine Leasingrate. Dafür ist im Preis auch alles außer Sprit bzw. Strom mit inbegriffen. Du musst dich weder um die Versicherung noch um Wartungen etc. kümmern. Normalerweise übernimmt der Anbieter die Kosten für Wartungs- und Verschleißreparaturen, HU, Reifen, Reifenwechsel, Garantie, Kfz-Steuer, GEZ-Gebühren, Zulassung und die Kfz-Versicherung.

Vorteile des Auto-Abo

Einer der größten Vorteile sind die kurzen Laufzeiten, die oft ab einem Monat möglich sind. Dadurch kannst du bei Bedarf auch mehrmals im Jahr das Modell wechseln und zum Beispiel im Sommer auf ein Cabrio wechseln. Dazu musst du dich nicht um Versicherungen oder die Wartung des Fahrzeugs kümmern. Die Kosten sind genau planbar.

Nachteile des Auto-Abo

Die Gebühren für ein Auto-Abo sind etwas teurer als die Leasingraten für ein vergleichbares Fahrzeug. Es gibt derzeit vergleichsweise wenige Anbieter für Auto-Abos und diese bieten oft nur eine sehr begrenzte Auswahl an Fahrzeugmodellen an. Diese Modelle sind oft nur vorkonfiguriert zu bekommen. In diesem Punkt ähnelt ein Auto-Abo also eher dem klassischen Mietwagen.

Kurzzeitleasing

Leasingverträge werden meist für Zeiträume von 2 bis 4 Jahren geschlossen. Unter Kurzzeitleasing versteht man ein Leasingangebot mit einer sehr kurzen Leasinglaufzeit, meist zwischen 12 und 24 Monaten. Laufzeiten unter 12 Monaten gibt es so gut wie nie. Manchmal wird der Begriff Kurzzeitleasing jedoch auch für Mietmodelle verwendet.

Vorteile Kurzzeitleasing

Das Kurzzeitleasing eignet sich, wenn die angebotene Laufzeit möglichst der Zeit entspricht, so lange du das Fahrzeug benötigst. Gleichzeitig profitierst du von den sonstigen Vorteilen des Leasings: Die Kosten pro Monat sind niedriger als bei einem Auto-Abo. Du kannst einen Neuwagen fahren, den du aus einer großen Angebotsvielfalt auswählen kannst.

Nachteile Kurzzeitleasing

Kurzzeitleasing ist in der Regel teurer als „normales“ Leasing, da einmalige Kosten, wie Überführungskosten auf die kürzere Laufzeit umgerechnet werden müssen. Der Aufwand ist größer als bei einem Auto-Abo, da das Fahrzeug auf dich zugelassen wird und du dich um weitere Aspekte, wie Versicherungen oder Wartung selbst kümmern musst.

Leasingübernahme

Eine weitere Möglichkeit ist eine Leasingübernahme. Du kannst einen bestehenden Leasingvertrag von einem anderen Leasingnehmer übernehmen, welcher den Vertrag nicht bis zum Ende nutzen möchte, vorausgesetzt der Leasinganbieter bietet das an. Dadurch gibt es unterschiedlich lange Restlaufzeiten, üblicherweise zwischen wenigen Monaten bis hin zu 2 oder 3 Jahren. Du wirst zum neuen Leasingnehmer und profitierst von der kürzeren Laufzeit, im Vergleich zu einem neuen Leasingvertrag.

Vorteile Leasingübernahme

Das Fahrzeug ist meist sofort verfügbar. Auch die kurze Laufzeit ist ein großer Vorteil, wenn sie zu deinem Bedarf passt. Da Leasing meist günstiger ist als Auto-Abos kannst du so möglicherweise sparen.

Nachteile Leasingübernahme

Leider bringt die Leasingübernahme gerade für dich als neuen Leasingnehmer auch einige Nachteile und Risiken mit, welche sich teilweise vermindern lassen. Da der Wertverlust eines Fahrzeugs am Anfang am höchsten ist, die Leasingraten aber über die Laufzeit konstant bleiben, zahlst du auch für den anfänglichen Wertverlust mit, der über die Leasingraten des ersten Leasingnehmers noch nicht vollständig ausgeglichen ist. Wo dies noch eher theoretischer Natur ist, trägst du das reale Risiko, dass du am Ende der Laufzeit für Schäden am Fahrzeug haftest, auch wenn diese vom früheren Leasingnehmer verursacht wurden. Bei möglichen Schäden, die bei der Übernahme schon vorhanden sind, solltest du unbedingt eine Ausgleichzahlung vom alten Leasingnehmer verlangen. Da ein bestehender Vertrag überschrieben werden muss, kann ein gewisser Aufwand auf dich zukommen. Dafür fallen beim Leasinggeber auch Kosten an, die üblicherweise zwischen altem und neuem Leasingnehmer geteilt werden.

Fazit

Falls du ein Fahrzeug nur für wenige Monate benötigst, dann ist ein Auto-Abo das flexibelste und einfachste Modell. Jedoch kann es unter Umständen sein, dass du ein passendes Leasingangebot oder die Möglichkeit einer Leasingübernahme findest, die deinem Bedarf ebenfalls entsprechen. Dann kannst du damit möglicherweise noch Kosten gegenüber dem Auto-Abo sparen. Das solltest du in jedem Fall für deine Situation ausrechnen und dann vergleichen, denn pauschale Aussagen sind hier nicht unbedingt zutreffend. Bei einer sehr kurzen Zeit lohnt es sich auch nach Angeboten für Mietwagen zu schauen. Für Leasing, Leasingübernahme und Auto-Abo kannst du hier auf GoLeasy! Angebote aller wichtigen Anbieter finden und vergleichen.